EQUUSIR BEST-BOX

Es gibt immer wieder neue, aufregende Erfindungen für das Pferdewohl. Von neuen Allheil-Wundermitteln, bis hin zu Augenwischereien, die man sich sparen kann. Immer, wenn ich über eine neue Erfindung, Therapie oder Mittelchen stoße, versuche ich diese kritisch zu bewerten. Denn wir als Zielgruppe „Reiter“ sind öfter leicht ausbeutbar. So war auch meine Einstellung zunächst etwas vorsichtig, als ich von EQUUSIR BEST-BOX von EQUUSIR gehört habe.

Was its die EQUUSIR BEST-BOX und was macht sie?

Diese „Lichtbox“ wird zur Analyse und Therapie der Pferdegesundheit verwendet. Dabei stellen sich die Vierbeiner in eine mobile oder feste Box, und werden durch Licht-Panelen von den Seiten und von oben mit Infrarot und Farblicht beleuchtet. Ein Photonenfluss wandert durch die verschiedenen Körperteile und sammeln dabei Informationen. Die Photonen mit der gesammelten Information werden dann auf einer Photodiode festgehalten. Dabei wird der Wert zwischen dem Richtwert der Lichtfrequenz und was schließlich auf der Diode ankommt. Der Gründer der EQUUSIR BEST-BOX beschreibt das so:

Der Entwickler Gerold Reinwald erklärt die BEST-BOX
Der Entwickler Gerold Reinwald erklärt die BEST-BOX
https://www.youtube.com/watch?v=BdaAzPFQkL0

Das Konzept hörte sich für mich nach dem ersten Einlesen vielversprechend an und ich wurde neugierig. Also nahm ich den Kontakt auf. In einem super freundlichen erstem Gespräch mit einer sehr netten Dame, wurde mir angeboten, dass sie für eine Gratis-Demo an unseren Stall vorbeikommt. Sollten sich davor noch einige Interessierte aus meinem Stall melden, könnte man diese gleich anhängen. Angebot angenommen, vereinbarten wir einen Termin.

Nicht schlecht staunte ich, als die mobile Box dann auf unseren Hof rollte: Wie ein überdimensionierter Pferdeanhänger, stellte die Box wirklich etwas da. Schnell und einfach aufgebaut (vorausgesetzt ein Starkstrom-Anschluss ist vorhanden) stand sie betriebsbereit dar.

Innen ist die Box so aufgebaut, das im hinteren Teil das Pferd steht, und mit zwei Stangen eingerahmt wird. Dabei ist die Box ca. so breit, wie 2/3 der gesamten Breite eines normalen Anhängers, bietet also genug Platz. Im vorderen Teil ist der Monitor mit den Scan-Ergebnissen, eine Ablagefläche und eine kleine Sitzgelegenheit. Wir standen zu dritt im vorderen Bereich und hatten gut Platz.

Fakten auf den Tisch: Der erste Scan.

Als ich Banderas zur Lichtbox führte, wurden die Augen groß – lange hatte ich ihn ja nicht mehr verladen. Doch meine Angst, mich mit einem nichteinsteigenden Pferd zu blamieren, war zum Glück unbegründet. Buddy war nach einem kurzen Zögern recht fix in der Box. Tür hinten zugemacht, ging es schon los.

Ist das Pferd zum ersten Mal in der Box, werden zwei Scans gemacht. Ein Initial-Scan und ein zweiter therapierender Scan, mit einer zehn Minuten Pause dazwischen. Der erste Scan ging los, und die Licht-Panelen an den Seiten leuchteten auf. Dabei wechselten die Farben des Lichts, denn jede einzelne Farbe spricht eines der sieben Energiezentren des Pferdes an.

Bei jedem Farbwechsel beobachtete ich Banderas ganz genau. Wird er auf eine Farbe reagieren?

Die Reaktion auf das Farblicht der EQUUSIR BEST-BOX

Generell war er etwas unruhig und drehte sich mit dem Kopf immer wieder nach hinten um. Er merkte, dass etwas passierte und wollte schauen, was das ist. Die Verwirrung stand ihm leicht ins Gesicht geschrieben, als er Nichts sah. 

Und dann Zack – als das Licht auf grün wechselt, wird er sehr unruhig, fängt an hin und her zu tippeln, schlägt mit dem Schweif. Mir wurde erklärt, dass grünes Licht die Lunge und die Brustmuskeln durchleuchtet. Ich weiß, dass er da seine Probleme hat, sagte aber erstmal nichts dazu – lieber wollte ich auf das Ergebnis und die Aussagen der Analyse warten, und sehen ob es dann zutrifft.

Nach der Pause geht es in den zweiten Scan. Banderas ist nun entspannter und wird ruhiger. Bei grün, wo er im ersten Durchgang am stärksten reagiert hatte, fängt er an abzuschnauben und tief zu atmen. Das Energiezentrum reagierte anscheinend gut auf das Licht.

Ist der zweite Durchgang fertig, wird das Pferd wieder in die Box gebracht und es werden die Ergebnisse ausgewertet. Ich sah auf dem Monitor eine Tabelle, auf dem sieben verschieden hohe Balken zu sehen war. Jeder Balken stellte das Ergebnis der einzelnen Körperbereiche und Energiezentren dar. Je höher der Balken, desto mehr „Punkte“ erreichte der Körperteil. Das bedeutet, je höher das Ergebnis, desto  aktiver, gesünder und responsiver das Energiezentrum. Neben den Balken war eine Auflistung was der Scan in den einzelnen Bereichen erkannt hat. Von einer alten Verletzung, einem aktuellen Schleimbeutel im Gelenk bis zu Muskelverspannungen, war alles dabei. Ich war überrascht wie genau und akkurat der Scan die Probleme erfassen konnte.

Scan-Ergebnis Best-Box
So sehen die Scan-Ergebnissen der einzelnen Bereiche aus

Das überraschende Ergebnis der Analyse

Besonders spannend fand ich den letzten Körperbereich, Das Kronen-Energiezentrum, welches die mentale Energie und der Psyche des Pferdes darstellt. Hielt ich mein Pferd lange für nicht die hellste Kerze auf der Torte, wurde ich eines Besseren belehrt. Der höchste Balken, mit dem knapp bestmöglichen Ergebnis zeigten mir, dass ich mich irrte. Er fühlt sich anscheinend sogar mental „unterfordert“. Schmunzelnd war ich erst skeptisch, ob das der Scan wirklich so genau sagen konnte, aber ein weiteres Ergebnis in diesem Bereich, passte wieder genau zu seiner Geschichte. Den laut dem Scan verarbeitet Banderas immer noch einen massiven Lebenswechsel. Der Wechsel von Turnierpferd zu Freizeitpferd war für ihn anscheinend gravierender, als für mich als Mensch.

Nach der Auswertung hatte ich nun eine Liste mit körperlichen und mentalen Problemen, besser gesagt “Baustellen”. Die meisten davon passen zu den bereits Bekannten. Und die neuen passen zu seiner Geschichte und seinem Charakter (außer, dass mein Pferd schlauer ist, als ich immer dachte – was ich gerne so annehme). Doch es hielt sich hartnäckig ein kleiner Zweifel. Ich pickte mir einen akuten Befund und überprüfte ihn: ein Schleimbeutel im rechten Hüftgelenk. Meine Tierärztin rückte mit dem Ultraschall-Gerät an. Und siehe da: Es befindet sich tatsächlich ein kleiner Schleimbeutel dort.

Nach alldem bin ich doch überzeugt, dass es auf jeden Fall Vorteile hat, die EQUUSIR BEST-BOX zu benutzen. Ob es das Wundermittel ist, weiß ich nicht. Aber das Infrarotlicht A und B, für die Tiefen-Wärme, kann nicht schaden. Neben der BEST-BOX gibt es weitere Produkte von EQUSSIR. Alles weiter findet ihr auf der Webseite des Unternehmens.

Bis dahin,

lasst es euch und euren Pferden gut gehen,